Flirten: Verliebtes Paar flirtet in der Küche und genießt einen innigen Moment zu zweit.

5 Tipps, um wieder zu flirten

Flirten wie früher – geht das überhaupt noch?

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Wann genau hören wir eigentlich auf, mit dem Menschen zu flirten, den wir einmal unbedingt für uns gewinnen wollten? Jahre später schicken wir uns Nachrichten wie: „Vergiss die Milch nicht!“ Und irgendwann fragt man sich: Wann genau ist das Knistern zwischen Einkaufsliste, Kindern und Alltag verloren gegangen?

Vor Kurzem saß ein Paar nach einer Affäre bei mir in der Beratung. Sie erzählte, dass sie sich für ihren Mann längst selbstverständlich gefühlt hatte. Bei einem anderen Mann spürte sie plötzlich wieder Aufmerksamkeit, Spannung und dieses Gefühl, begehrt zu werden. Vielleicht ist genau das der Punkt: Wir wollen für­einander mehr sein als der Mensch, der den Müll rausbringt und den Kalender im Blick hat. Wir wollen spüren: Da ist noch Interesse, Spannung und Begehren.

Also wie flirtet man eigentlich mit jemandem, den man längst in- und auswendig kennt?

Die innere Einstellung. Flirten beginnt im Kopf. Und zwar mit der Erinnerung daran, dass der Mensch neben dir einmal genau der war, von dem du kaum genug bekommen konntest. Was hat dich damals angezogen? Was fandest du spannend, charmant, sexy? Mit den Jahren trainieren wir unseren Blick oft erstaunlich gut auf Macken und das, was uns stört. Fürs Knistern lohnt sich ein Perspektivwechsel.

Die Verbindung

Holt das Verbindende wieder an die Oberfläche. Was habt ihr früher gerne gemeinsam gemacht? Wo­rüber konntet ihr stundenlang reden? Wobei habt ihr gemeinsam gelacht, euch treiben lassen, vielleicht auch einmal etwas Verrücktes gemacht? Genau dort sitzt oft noch ziemlich viel Beziehungsmagie, man muss sie nur wieder ausgraben.

Die Kommunikation

Hört euch einmal selbst zu. Wie klingt ihr eigentlich miteinander? Nach Paar oder nach Projektleitung? Flirten braucht keine ausgefeilten Sprüche. Ein Kompliment, ein frecher Blick, eine Nachricht mit Unterton oder eine Berührung im Vorbeigehen. Das reicht oft schon, um die Temperatur ein wenig zu verändern.

Raum schaffen

Flirten entsteht schwer unter permanentem Druck. Wer ständig im Funktionsmodus steckt, wird kaum plötzlich verspielt und verführerisch. Deshalb braucht Beziehung immer wieder Momente, in denen ihr euch einfach begegnet und gemeinsam eine gute Zeit habt.

Und was ist eigentlich mit dir?

Und wenn du gerade das Gefühl hast, das Flirten verlernt zu haben, fang bei dir selbst an. Denn wie soll es knistern, wenn du dich selbst kaum noch wahrnimmst? Mach wieder Dinge, bei denen du dich lebendig fühlst. Trag etwas, in dem du dich gerne siehst. Gönn dir Aufmerksamkeit, bevor du sie vom anderen erwartest. Denn Selbstbewusstsein verändert Ausstrahlung, und Ausstrahlung zieht an. Vielleicht beginnt Flirten genau dort: bei dem Gefühl, sich selbst wieder spannend zu finden.

Und die Schmetterlinge?

Die flattern nach vielen gemeinsamen Jahren vielleicht anders. Doch dieses kleine Kribbeln, wenn dein Partner dich ansieht und du spürst: „Du siehst mich. Du willst mich. Und zwischen uns ist noch etwas“ – das darf bleiben.

Flirten: Lächelnde Frau flirtet bei einer Tasse Kaffee mit einem Mann und sucht seinen Blick.
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5 Tipps, um wieder zu flirten

  1. Lass Spannung entstehen!
    Ein vielsagender Satz, eine kleine Andeutung oder ein Geheimnis kann überraschend viel auslösen.
  2. Bleib neugierig!
    Frag wieder Dinge, die du schon lange nicht mehr gefragt hast. Neugier macht den anderen spannend.
  3. Spiel mit Nähe und Distanz.
    Ein Moment von Nähe, dann wieder ein bisschen Raum, genau dieses Dazwischen schafft Spannung.
  4. Habt eure eigenen Codes. ­
    Insider, Blicke oder kleine Gesten, die nur ihr versteht, stärken euer Gefühl von „wir zwei“.
  5. Überrasche den anderen!
    Mach etwas, womit dein Partner nicht rechnet. Ein bisschen Unvorhersehbarkeit hält das Flirten lebendig.

Schreibt uns eure Fragen rund um das Thema Liebe und Beziehungen an redaktion@dieburgenlaenderin.at

Portrait von Claudia Toth, MSC – Ganzheitliche ­Familienbegleiterin, psycho­soziale Beraterin
Claudia Toth © M. Fellner

Claudia Toth, MSC

Ganzheitliche ­Familienbegleiterin, psycho­soziale Beraterin. Sie begleitet Paare und Eltern dabei, ein stabiles Fundament für sich selbst, ihre Partnerschaft und die Begleitung ihrer Kinder zu schaffen. Ihre Mission: gestärkte Familien der Zukunft.

www.dielebensgestalterei.com

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